Halal-Debatte um Mittagessen in Schulkantine

An einer Hamburger Grundschule ist ein Konflikt, um das Mittagessen der Schulkantine ausgebrochen. Eltern haben gefordert, dass zukünftig Halal-Fleisch in der Schulkantine angeboten werden soll.

,, Nach Auskunft der Schulleiterin der Schule Bonhoefferstraße hat im Februar 2018 der Elternratsvorsitzende unverhältnismäßig vehement gefordert, es müsse zukünftig Halal-Fleisch in der Schulkantine angeboten werden“, heißt es in einer Anfrage des AfD-Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft Alexander Wolf.

Özlem Nas, Bildungsbeauftragte der SCHURA-Rat der Islamischen Gemeinschaft in Hamburg, erklärt:

,, Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn Hamburger Schulkantinen auch Halal-Gerichte im Angebot haben“.

Die Schule hat sich im Ganztagsausschuss beraten und hat beschlossen, ab dem neuen Schuljahr sowohl Fleisch- und Fischgerichte, als auch vegetarisches Essen anzubieten, jedoch kein Halal-Fleisch!

Verleumdung statt Toleranz und Offenheit

Eine zunächst sachliche Auseinandersetzung seitens der Schule hat es scheinbar nicht gegeben. Seit 2015 gab es an der Schule ein Halal-Essensangebot, denn bis 2017 gab es eine Kennzeichnung auf den Speiseplänen. Diese wurde jedoch aus unbekannten Gründen entfernt. Deshalb hatten die Vorsitzenden des Elternrats, auch im Interesse der Elternschaft, in einer internen Sitzung Mitte Februar 2018, um eine Aufklärung gebeten. Der Elternschaft ging es in erster Linie darum, ob das angebotene Essen noch Halal sei und ob sie diese Informationen für alle Eltern offen zugänglich machen könnten. Die Schulleitung ist der Bitte des Elternrats nicht nachgekommen und informierte stattdessen Schulleitung, Schulbehörde und Polizei und äußerte den Verdacht, der Vorsitzende des Elternrats sei ein Extremist. Die interne Überprüfung des LKAs ergab jedoch das keine extremistischen Tendenzen vorliegen.

 

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