Der Fall um Salman al-Awdah

Der Sohn des prominenten saudischen Gelehrten Salman al-Awdah, der in Saudi-Arabien mit der Todesstrafe konfrontiert ist, forderte internationalen Druck, um die Hinrichtung seines Vaters zu verhindern, was seiner Meinung nach einem „staatlich sanktionierten Mord“ gleichkäme.

In einem Artikel für The Guardian, der diese Woche veröffentlicht wurde, sagte Abdullah al-Awdah, der Sohn des Gelehrten, dass sein Vater einer von mehreren Personen sei, die von den saudischen Behörden wegen „erfundener Anklagen“ inhaftiert wurden.

„Wenn sie meinen Vater hinrichten, wird es ein staatlich sanktionierter Mord sein und sie dürfen nicht damit davonkommen“, sagt al-Awdah der britischen Zeitung.

Salman al-Awdah, 61Jahre alt, ist ein international bekannter islamischer Gelehrter und Geistlicher, der für seine fortschrittlichen Ansichten bekannt ist.

Er wurde im September 2017 verhaftet, kurz nachdem er auf Twitter einen Beitrag veröffentlichte, der zur Versöhnung zwischen Saudi-Arabien und den ehemaligen regionalen Verbündeten, Katar aufrief.

Der islamische Gelehrte sei nun wegen terroristischer Straftaten angeklagt und wird vorraussichtlich im November seine Anhörung haben. Seine Anhörung, die für Ende Juli angesetzt war, wurde verschoben.

Seine Familie hat die Vorwürfe gegen ihn wiederholt zurückgewiesen.

Schon zuvor berichteten diverse Nachrichtenseiten wie Middle East Eye (MEE), dass die saudischen Behörden geplant hatten, Salman al-Awdah zusammen mit zwei anderen prominenten Gelehrten nach dem islamischen Monat Ramadan, der Anfang Juni endete, hinzurichten.

Sein Sohn teilte mit, dass sein Vater in Einzelhaft geblieben ist, wo er in seiner Zelle misshandelt, mit Handschellen gefesselt, mit verbundenen Augen und an Ketten gefesselt und ohne Schlaf und Medikamente behandelt worden ist.

„Alles an seinem Fall war völlig illegal und ungerecht. Leider ist mein Vater nicht die einzige Person, die wegen erfundener Anklage mit der Todesstrafe konfrontiert wird, und er ist auch nicht der einzige Gefangene, der so schlecht behandelt wurde“, schrieb sein Sohn Abdullah al-Awdah.

Nach Informationen seines Sohnes sei auch die Familie des Gelehrten einem erhöhten Druck ausgesetzt.

Er schrieb, dass sein Onkel verhaftet worden war, weil er über den Fall getwittert hatte, und 17 Familienmitglieder seien von der Reise ausgeschlossen worden.

Abdullah al-Awdah sagte auch, dass sein eigener Pass eingefroren sei und ihm von den saudischen Behörden mitgeteilt wurde, dass er aus den USA, in denen er sich derzeit befindet, in das Land zurückkehren müsse, um ihn zu verlängern. Er befürchtet, dass er in Saudi-Arabien getötet werden würde.

1 Kommentar

  1. Das Ganze erinnert an einen islamisch gesteuerten Thriller.
    Dieser Thriller zeigt den Ungläubigen die Gefährlichkeit islamischer Herrschafts-Geld- und Macht-Eliten.

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