Trump zu Sisi: „Wo ist mein Lieblingsdiktator?“

President Donald Trump greets the President of Egypt, Abdel Fattah Al Sisi, prior to their bilateral meeting, Sunday, May 21, 2017, at the Ritz-Carlton Hotel in Riyadh, Saudi Arabia. (Official White House Photo by Shealah Craighead)

Während des Empfangs im letzten G7-Gipfel in Frankreich äußerte Trump in einem Raum voller amerikanischer und ägyptischer Beamter eine bizarre Frage: „Wo ist mein Lieblingsdiktator?“, fragte er und machte Anspielungen auf Ägyptens Präsidenten Abdelfatah Sisi.

Nach Angaben des Wall Street Journal hörten zu diesem Zeitpunkt mehrere Personen im Saal diese Frage, darunter der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry, der ägyptische Geheimdienstdirektor Abbas Kamel, der US-Finanzminister Steven Mnuchin und der damalige US-Amerikaner Sicherheitsberater John Bolton, der inzwischen entlassen worden ist.

Während die Zeugen sagten, er habe den Kommentar scherzhaft abgegeben, machte Trumps Frage auf eine unangenehme, erzwungene und facettenreiche Beziehung zwischen den USA und Ägypten aufmerksam.

Seitdem Sisi 2013 durch einen Militärputsch die Macht erlangt und den verstorbenen Präsidenten Mursi gestürzt hat, wurde er wiederholt wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Trump-Regierung die ägyptische Regierung nicht öffentlich wegen ihrer Menschenrechtslage ermahnt hat, sondern die Folter und Ermordung von Gefangenen ignoriert hat. Die ägyptischen Behörden haben ihre Strategie weiterhin verteidigt, indem sie sagten, dass „außergewöhnliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Extremisten ergriffen werden müssen“.

1 Kommentar

  1. Solche Verbal-Scherze offenbaren natürlich die ganze Verlogenheit hoher Politik auf allen Seiten.
    Weder God’s own country noch islamische
    Herrscherstaaten sind davon auszunehmen.

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