Erfahrungen aus einem „Umerziehungslager“ in China

Nach einigen Angaben werden bis zu drei Millionen Uiguren in sogenannten „Umerziehungslagern“ in China zwangsweise gefangen gehalten. Neben inhumanen Lebensverhältnissen, sind sie verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt.

Die türkische Zeitung Haksözhaber und Euronews berichteten vom Fall Gulbahar Jelilova, die über mehr als ein Jahr in einem dieser Lager saß.

Die 55-jährige Gulbahar Jelilova kam im Mai 2017 in solch einem chinesischen Umerziehungslager in Gefangenschaft. Das Erste, was ihr auffiel, waren die vielen jungen Mädchen, welche sich dort befanden. Jene, die sich im Camp befanden, waren an den Händen und Füßen angekettet, berichtet Gulbahar.

„Als ich zum Camp geführt wurde, fing ich an meine Unschuld zu beteuern und weinte, aber die Mädchen dort warnten mich davor, zu weinen. Denn wenn man weint, werde man bestraft, sagten sie. Aus diesem Grund bekam ich Angst und hörte auf, zu weinen.“

Sie kann ihre traumatischen Erlebnisse dort nicht vergessen.

„Am selben Tag, an dem ich dort ankam, folterten sie mich und gaben mir 24 Stunden nichts zu essen. Alles, was sie uns zu essen gaben, war ein wenig Brot und etwas Suppe. Wir schliefen auf einem Betonboden. Einmal die Woche verabreichten sie uns Medikamente, die uns betäubten. Wir spürten die Schmerzen an unserem Körper nicht mehr. Es gab Orte mit und Orte ohne Kameraüberwachung. An den Orten ohne Kameraüberwachung folterten sie uns. Wir konnten unsere eigene Sprache nicht sprechen. Sobald wir dies taten, wurden wir gefoltert. Sie ließen uns chinesische Märsche aufsagen.“

Im Lager kam es täglich zu Vergewaltigungen. Gulbahar Jelilova berichtet, dass Frauen nachts aus dem Zimmer abgeführt wurden und nie wieder auftauchten.

Gulbahar Jelilova ist, nachdem sie das Lager verlassen konnte, in die Türkei geflüchtet.

1 Kommentar

  1. Aber alle Konzerne und viele Staaten wollen mit dem korrupten
    China-Staatskapitalismus ins Geschäft kommen.
    Wir leben in einer pervertierten Profit-Konsum-Welt unter der
    manipulierenden Geld-Eliten-Herrschaft einiger weniger.
    Buch-Tipp: Prof. Mausfeld – ‚Warum schweigen die Lämmer‘?

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