Hamburg: Säureangriff auf muslimische Arztpraxis

Am Freitagmittag betrat ein vermummter Mann eine von Muslimen betriebene Arztpraxis in Hamburg-Altona und kippte in diese eine übelriechende Flüssigkeit, wohl Buttersäure. Interessant ist dieser Angriff in Anbetracht dessen, dass jene Arztpraxis vom ehemaligen Vorsitzenden der Schura Mustafa Yoldas betrieben wird. Bei der Schura handelt es sich um einen Rat der islamischen Gemeinschaften.

Diese Tatsache lässt womöglich auf politische Beweggründe des Täters schließen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Mehrere Personen in der Arztpraxis klagten im Anschluss über Atemwegsreizungen und sind rettungsdienstlich versorgt worden.

1 Kommentar

  1. Besonders interessant ist hierbei, daß der langjährige türkische Vorsitzende des
    Islamverbandes Schura e.V. zu Beginn des Jahres 2018 für Empörung sorgte, als er
    in sozialen Netzwerken einen Angriff des türkischen Militärs in Syrien mit teils
    religiös aufgeladenen und martialischen Worten und Bildern gelobt hatte.
    Mustafa Yoldas schrieb damals u.a.: „Gott möge unsere glorreiche Armee vor Schaden bewahren.“
    Später ruderte er zurück, ließ seine Ämter ruhen und trat schließlich nicht zur
    Wiederwahl an. Aktuell prescht er wieder vor und verkündet: „Ich werde meinen Prinzipen treu bleiben.“
    Die Buttersäure-Attacke auf ihn und auf seine muslimische Arztpraxis steht
    möglicherweise in Zusammenhang mit der erneuten Militärintervention der Türkei
    in Nordsyrien. Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund der Tat.
    Wir halten fest: Ein türkischer Allgemeinmediziner und führender Islamverbands-
    Vertreter befürwortet und glorifiziert von Hamburg aus Kriegshandlungen der Türkei – unter der Herrschaft Erdogans – mit Islambekundungen und martialischen Lobreden und Auftritten.
    Wem das nicht mehr als bedenklich vorkommt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*