
Zeinab Yassin, die in der Abteilung für soziale Medien arbeitete, durfte plötzlich nicht mehr auf Sendung gehen, nachdem sie zehn Monate lang über die israelische Aggression gegen den Libanon berichtet hatte, berichtete die arabischsprachige Zeitung Al-Akhbar.
Die Zeitung zitierte Quellen, denen zufolge Yassin trotz guter Leistungen wegen ihres Kopftuchs nicht in die Korrespondentenabteilung versetzt wurde. Die Zeitung merkte an, dass es sich um eine „politische Entscheidung“ handele.
Bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen zwischen dem libanesischen Informationsminister Paul Morcos und den Verantwortlichen des Fernsehsenders brachte Pauline Yammouni, die Beraterin des Ministers, das Thema Yassin zur Sprache: „Der Hijab passt nicht zum Image von Tele Liban und ist ein religiöses Symbol“, so die Zeitung.
Das Komitee zur Unterstützung von Journalisten verurteilte den Vorfall und forderte eine rasche Untersuchung und Überprüfung der Politik des Senders, um sicherzustellen, dass sie im Einklang mit der libanesischen Verfassung und dem Versprechen der Regierung steht, Hindernisse für die Teilnahme von Frauen am öffentlichen Leben zu beseitigen.
In ihrem Rücktrittsschreiben an Informationsminister Paul Murad bezeichnete Yassin die Entscheidung als diskriminierend und als Einschränkung ihrer beruflichen Rechte. Tele Liban hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob der Hijab der Grund für diesen Schritt war.
Libanesischer Informationsminister: Der Fall Zainab Yassin wird vom neuen Vorstand von Tele Liban behandelt.
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