Heuschreckenplage verschärft Hungersnot im Jemen

Laut Reuters wurde der Jemen erneut von einer massiven Heuschreckenplage heimgesucht, die unter anderem auf den Bürgerkrieg im Land zurückzuführen ist.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen (UN) warnte die lokale Regierung, die Heuschrecken würden in den nächsten drei Monaten voraussichtlich die größte Bedrohung für die landwirtschaftliche Produktion im Jemen und in den umliegenden Ländern darstellen.

Der Wirbelsturm im Indischen Ozean im vergangenen Jahr bot den Heuschrecken günstige meteorologische Bedingungen für ihre Brut im westlichen Oman, im östlichen Jemen und im südlichen Saudi-Arabien. Zusätzlich haben die Regenzeit und die hohen Temperaturen das Schlüpfen der Heuschrecken weiter beschleunigt.

Die Heuschreckenpest bricht normalerweise alle sechs Jahre aus. Der Jemen erlitt 2007 und 2013 seine letzten massiven Heuschreckenplagen. Zu diesem Zeitpunkt ergriff die lokale Regierung jedoch mithilfe der internationalen Gemeinschaft frühzeitig wirksame Maßnahmen, um den Schaden, den sie angerichtet hätte, zu verringern. Aufgrund des Krieges und der eingeschränkten Regierungsgewalt wird die Heuschreckenplage in diesem Jahr jedoch zweifellos besonders problematisch werden.

Laut dem Direktor des Wüstenheuschrecken-Überwachungszentrums, Adel Ibrahim, könnte die Heuschreckenplage ohne sofortiges Eingreifen innerhalb von eineinhalb Monaten große landwirtschaftliche Nutzflächen im westlichen Jemen treffen, die Ernten reduzieren oder sogar auslöschen. Dies würde die landesweite Hungersnot weiter verschärfen.

Lokale Experten haben die Regierung aufgefordert, politische Probleme beiseitezulegen und sich zusammenzuschließen, um das Problem der Heuschreckenplage in Angriff zu nehmen.

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