Kaschmir: Indien verwendet Folter, um den Aufstand zu brechen

Nach einem Bericht von zwei Rechtsorganen wurden Gefangene in Kaschmir, das von Indien verwaltet wird , misshandelt und gefoltert, darunter Folter wie Waterboarding, Schlafentzug und sexualisierte Folter. Dies um den dortigen Aufstand zu unterdrücken.

Der am Montag veröffentlichte 560-seitige Bericht erwähnt Einzelhaft, Schlafentzug und sexualisierte Folter, einschließlich Vergewaltigung und Sodomie als Foltertechniken, die gegen Kaschmiris eingesetzt werden.

Andere Foltermethoden waren Stromschläge, das Hängen an der Decke, das Eintauchen des Kopfes der Häftlinge in Wasser (das manchmal mit Chilipulver gemischt wird), so der Bericht des Verbandes der Eltern verschwundener Personen (APDP) und der Jammu- und Kashmir-Koalition der Zivilgesellschaft (JKCCS).

Während der Folter wurden die Häftlinge nackt ausgezogen, mit Holzstöcken geschlagen und dies ist noch die geringste Art der Folter, auch wurden Gefangenen Stäbe in das Rektum gestochen und Genitalien verbrannt.

Unter dem Titel „Folter – das Kontrollinstrument des indischen Staates im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir “ wurde angegeben, dass mehr als 70 Prozent der Opfer von Folter Zivilisten waren.

Indien hat mehr als eine halbe Million Sicherheitskräfte in Kaschmir und Jammu stationiert, wo mehrheitlich Muslime leben. Indien beabsichtigt den Aufstand, der sich gegen seine Herrschaft wendet, niederzuschlagen.

Den indischen Streitkräften wird in Kaschmiri Immunität vor Strafverfolgung gewährt.

So haben indische Militärangehörige Muslime gezwungen Alkohol zu trinken und auch hat man ihnen Zuckerwasser auf die Beine geschüttet und dann Ratten in die Hose gesteckt.

Auch wurden die Opfer laut Bericht dazu gezwungen, menschliche Ausscheidungen, Chilipulver, Schmutz, Kies, Benzin, Urin und schmutziges Wasser zu essen bzw. zu trinken.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die meisten Opfer der Zivilbevölkerung aufgrund der Angst vor Repressalien durch die Sicherheitskräfte in der Regel nicht bereit waren, die Gräueltaten zu melden.

Die Opfer wurden, so im Bericht zu lesen, nach dem Zufallsprinzip aufgegriffen, gefoltert und haben nicht einmal erfahren, warum sie gefoltert wurden.

Dem Bericht zufolge litt mehr als die Hälfte der 432 Opfer nach Folter an gesundheitlichen Problemen.

Zu den 432 Opfern gehören 24 Frauen, von denen zwölf von indischen Streitkräften vergewaltigt sein sollen.

Die Überlebenden der Folter kämpften mit psychischen Problemen, lange nachdem ihre körperlichen Wunden geheilt waren.

Von den 432 Opfern sollen 44 unter psychischen Schwierigkeiten gelitten haben, nachdem sie gefoltert worden waren.

Eine 2015 von Ärzte ohne Grenzen (bekannt unter den französischen Initialen MSF) veröffentlichte Studie ergab, dass 19 Prozent der Bevölkerung in der Region an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden.

Bild: © Furfur / CC BY-SA 4.0.

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