Studie: Musliminnen in Deutschland tragen kein Kopftuch aus Angst vor Diskriminierung

Laut der Studie “Muslimisches Leben in Deutschland 2020”, die im Auftrag der Deutschen Islamkonferenz durchgeführt wurde, entscheiden sich die meisten Musliminnen in Deutschland gegen das Tragen eines Kopftuchs, weil sie eine damit einhergehende Diskriminierung im sozialen und beruflichen Umfeld befürchten. Demnach würden 34% der Musliminnen ein Kopftuch tragen, wenn sie vor Beeinträchtigungen im gesellschaftlichen Leben sicher wären.

Entgegen der stark propagierten Meinung, Musliminnen wären einem vermeintlichen Kopftuchzwang durch die Familie oder das Umfeld ausgesetzt, praktizierten in Wahrheit lediglich fünf Prozent der Kopftuchträgerinnen ihre religiöse Pflicht aufgrund von Erwartungen anderer Menschen an sie. Wäre der wahre Grund für die Angriffe in Politik und Medien auf das Kopftuch also die vermeintliche Diskriminierung der muslimischen Frau gewesen, so müssten sich diese spätestens jetzt für die Rechte der Kopftuch tragenden Frau in der Gesellschaft einsetzen. Trotzdem entschied der Europäische Gerichtshof diese Woche, dass ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz rechtens sein kann.

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