Irak: 81 Todesopfer bei Protesten

Die Straßen des Irak wurden von wochenlangen Protesten erschüttert, als Tausende Iraker auf die Straße gingen und ein Ende der Korruption und einen Wechsel des vom Iran eingesetzten Regimes forderten. Dabei gab es bisweilen 81 Todesopfer.

Laut einer Sicherheitsquelle wurden mehr als 100 Demonstranten bei Zusammenstößen mit dem Sicherheitspersonal verletzt, als Sicherheitskräfte versuchten, die Demonstranten in der Hauptstadt Bagdad zu zerstreuen.

Seit Freitag gab es eine zweite Welle von regierungskritischen Demonstrationen. Die Demonstranten haben gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und mangelnde Grundversorgung in Bagdad und anderen irakischen Provinzen protestiert.

Bei der ersten Protestwelle Anfang Oktober kamen mehr als 149 Demonstranten und acht Sicherheitskräfte ums Leben. Der Unabhängigen Hohen Kommission für Menschenrechte (IHCHR) zufolge wurden bei den Protesten mehr als 3600 Menschen verletzt.

Die Spannungen im Land nehmen weiterhin zu, da die Behörden das Internet nahezu vollständigen abgestellt haben. Die Behörden hoffen, dass dies die Demonstranten daran hindert, miteinander zu kommunizieren und sich zu organisieren. Der Stromausfall schränkt auch die Möglichkeit für Demonstranten und Journalisten ein, Filmmaterial online zu veröffentlichen.

Die irakischen Behörden haben am Montag auch eine nächtliche Ausgangssperre von 00:00 und 06:00 Uhr in der Hauptstadt verhängt.

Fast ein Jahr nach seiner Machtübernahme gelten die Proteste als erste große Herausforderung für den irakischen Premierminister und seine Regierung.

1 Kommentar

  1. Irak hat als Wahlspruch „Allahu Akbar“ mit ca. 97% Muslimen als Bevölkerungsanteil.
    In den letzten 2 Jahren sind fast 2 Millionen Christen geflohen.
    Offenbar ist der Islam bzw. die islamisch orientierte Staatsführung nicht in der Lage den Menschen ein friedliches und zufrieden stellendes Leben zu ermöglichen.
    Man stelle sich vor, die gesamte Welt würde islamisch beherrscht. Das Leid der Massen würde immer größer. Nur daran zu denken tut schon weh.

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