Frankreich: Kinder von Polizei terrorisiert

Die Polizei von Albertville in Südostfrankreich durchsuchte laut TRT World die Häuser von vier 10-jährigen muslimischen Schülern. Weil sie die abfälligen Karikaturen des Propheten Muhammad nicht guthießen, warf man ihnen “Verherrlichung des Terrorismus” vor.

Während einer Schulstunde wurden drei muslimische Schüler gefragt, ob ihnen der Mord an Samuel Paty, einem französischen Schullehrer, der letzten Monat von einem Teenager enthauptet wurde, weil er abfällige Karikaturen gezeigt hatte, leid tut.

Das Trio sagte, sie verurteilten Patys Mord, billigten aber auch die unempfindlichen Karikaturen nicht.

Ein Vater eines Kindes erzählt TRT World, dass am Donnerstagmorgen kurz vor 7 Uhr bewaffnete Polizisten an der Türen standen. Ungefähr zehn von ihnen stürmten mit Waffen das Haus, die Kinder wurden aus dem Schlaf gerissen und die Familie wurde im Wohnzimmer versammelt, während andere Polizisten das Haus durchsuchten.

Die Polizei brachte die Tochter wegen “Verherrlichung des Terrorismus” zur Polizeistation.

Die Polizei befragte auch die Eltern:

Gehen Sie zum Beten in die Moschee?

Wenn ja, nehmen Sie Ihre Kinder mit?

Haben Sie irgendwelche Aufgaben in der Moschee?

Was denken sie über die Karikaturen?

Der Vater sagte zu TRT World:

„Wir wurden wie Terroristen behandelt. Sie machten Fahndungsfotos, nahmen Fingerabdrücke und baten meine Frau sogar, ihr Kopftuch für Fotos abzunehmen. Wir leben hier seit 20 Jahren ohne Vorstrafen. Keines meiner vier Kinder hatte jemals Probleme in der Schule oder mit der Polizei. Während meiner Befragung wurde ich sogar nach meiner Meinung zum jüngsten Erdogan-Macron-Streit gefragt. Ich habe die französische Polizei aufgefordert, uns nicht in ihre Politik einzubeziehen.“

Die Eltern durften ihre Tochter nicht auf der Polizeistation sehen. Die Tochter wurde erst am Donnerstagabend gegen 17:30 Uhr aus der Station entlassen und musste eine Erklärung unterschreiben. Die Polizei weigerte sich, eine Kopie der Unterlagen auszustellen.

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