Im Kontext des anhaltenden Konflikts in Gaza und breiteren Boykottkampagnen gegen Unternehmen, die Verbindungen zu Israel haben, hat Coca-Cola kürzlich Sponsoring-Angebote an die großen türkischen Fußballvereine der Süper Lig gemacht. Dies hat zu einer Spaltung geführt: Einige Clubs lehnen die Partnerschaft aus Solidarität mit Palästina ab, während andere sie akzeptieren. Der Fokus liegt auf den „Großen Vier” (Galatasaray, Fenerbahçe, Beşiktaş und Trabzonspor), da Coca-Cola diese explizit anvisiert hat. Andere Mannschaften wie Başakşehir oder Sivasspor werden in den Berichten nicht erwähnt.
Mannschaften, die sich für einen Boykott entschieden haben, haben das Sponsoring abgelehnt
Diese Vereine haben das Angebot explizit zurückgewiesen, oft mit Verweis auf die humanitäre Situation in Gaza und den „Boykott gegen Unternehmen, die Israel unterstützen”. Die Präsidenten und das Management betonen ethische Gründe.
Trabzonspor: Präsident Ertuğrul Doğan erklärte, dass der Verein das Sponsoring ablehnt, da es nicht zu seinen Werten passe, während in Palästina „Kinder getötet werden”. Diese Entscheidung wurde als „starke Reaktion” gelobt und hat breite Anerkennung in den sozialen Medien gefunden.
Beşiktaş: Das Management hat das Angebot ebenfalls abgelehnt und betont, dass Beşiktaş „immer auf der Seite des Gewissens” stehe und eine solche Partnerschaft ethisch unvereinbar sei. Präsidentschaftskandidat Ali Sinanoğlu lobte die Entscheidung und rief zu weiteren Boykottaktionen auf.
Es gibt Mannschaften, die sich gegen den Boykott entschieden haben und das Sponsoring akzeptiert haben.
Diese Vereine haben die Partnerschaft mit dem Unternehmen angenommen, was zu Kritik von Fans und Aktivisten führt, die dies als „Unterstützung des Konflikts” sehen.
Galatasaray hat Coca-Cola als Sponsor integriert, was zu Fan-Protesten führte – einige Banner mit der Aufschrift „Free Palestine” wurden entfernt.
Fenerbahçe hat kürzlich das Sponsoring angenommen, was zu Boykottaufrufen von Fans führt – einige drohen, den Verein zu verlassen.
Hintergrund und Reaktionen
Der Boykott gegen Coca-Cola in der Türkei ist Teil einer größeren Bewegung seit dem 7. Oktober 2023 und führte zu Umsatzverlusten für das Unternehmen. Bereits 2023 hatte das türkische Parlament Coca-Cola aus seinen Kantinen verbannt. Fans und Aktivisten loben Trabzonspor und Beşiktaş als „ehrenhaft”, während Galatasaray und Fenerbahçe kritisiert werden – einige Fans kündigen ihre Unterstützung auf.
Bislang gibt es keine offiziellen Statements der Vereine zu weiteren Entwicklungen, die Debatte tobt jedoch auf Social Media.
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