Am 26. September 2026 kam es in Adana zu einer Polizeiintervention gegen Anhänger der Furkan-Bewegung.
Die Bewegung hatte sich im İnönü-Park versammelt, um eine Pressekonferenz und einen Marsch abzuhalten. Ziel war der Protest gegen die unrechtmäßige Inhaftierung von rund 45 Personen, darunter der inhaftierte Anführer Alparslan Kuytul und seine Frau Semra Kuytul.
Die Adana-Polizei (Emniyet) setzte eine starke Absperrung (Abluka) ein und griff mit Schilden, Schlagstöcken, Schlägen, Tritten und teilweise Reizgas ein. Es wird von einem „Gewaltkorridor“ gesprochen, bei dem Personen beim Herausführen aus dem abgesperrten Bereich geschlagen worden seien. Einige Teilnehmer seien verletzt, andere in Gewahrsam genommen worden (Berichte sprechen von etwa 30 oder mehr Personen). Unterstützer warteten anschließend vor der Polizeidirektion.
Alparslan Kuytul veröffentlichte am Morgen des 27. September aus dem Erzurum-Gefängnis eine Erklärung, in der er die Adana-Polizei, den Polizeichef, den Sicherheitsabteilungsleiter, die politischen Auftraggeber und beteiligte Beamte verurteilte. Er bezeichnete den Einsatz als „sehr gewalttätig“ und erinnerte an ähnliche Vorfälle in den Vorjahren (u. a. 2017, 2020, 2021, 2022). Er betonte, dass die Bewegung sich nicht einschüchtern lasse.
Bei früheren vergleichbaren Einsätzen hatte die Adana-Valilik teilweise eingeräumt, dass einzelne Beamte unverhältnismäßige Gewalt angewendet hätten, und Untersuchungen eingeleitet. Die Furkan-Bewegung sieht in den Maßnahmen politische Verfolgung.
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