VAE-Präsident begnadigt ägyptischen Dichter Abdul Rahman al-Qaradawi

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, hat am Freitag eine präsidiale Begnadigung für den ägyptischen Dichter und Aktivisten Abdul Rahman al-Qaradawi erlassen. Die Entscheidung erfolgte nur wenige Tage, nachdem al-Qaradawi vom Bundesberufungsgericht in Abu Dhabi zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 200.000 Dirham verurteilt worden war.

Das Gericht hatte den 27. August für schuldig befunden und die ihm zur Last gelegten Straftaten bestätigt. Die emiratischen Behörden machten in ihrer Mitteilung keine genauen Angaben zu den konkreten Vorwürfen.

Der Fall geht auf Ende 2024 zurück. Al-Qaradawi war bei seiner Rückkehr aus Syrien von libanesischen Behörden festgenommen worden. Gegen ihn lagen Auslieferungsersuchen aus Ägypten und den VAE vor. Während eines Aufenthalts in Damaskus hatte er ein Video veröffentlicht, in dem er die Behörden in Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien scharf kritisierte. Im Januar 2025 lieferten die libanesischen Behörden ihn an die VAE aus.

Abdul Rahman al-Qaradawi ist der Sohn des verstorbenen islamischen Gelehrten Scheich Yusuf al-Qaradawi. Die Begnadigung beendet seine Haft in den Emiraten. Weitere Einzelheiten zu den Bedingungen der Freilassung wurden bislang nicht bekanntgegeben.

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