Adana: Polizei greift Furkan-Bewegung auf dem Weg zum Gebet an

19. September 2026. Mitglieder der Furkan-Bewegung (Furkan Hareketi) wollten nach einer Pressekonferenz im İnönü-Park zum Abendgebet in eine Moschee gehen. Dabei wurden sie von der Adana-Polizei mit massiver Gewalt gestoppt. Die Bewegung berichtet von Schildern, die den Weg absperrten, dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken sowie Schlägen – auch gegen Kinder. „Ist das der Preis dafür, dass wir unser verfassungsmäßiges Recht ausüben?“, fragen die Betroffenen.

In Videos, die über die sozialen Medien der Furkan-Bewegung verbreitet wurden, ist die Szene deutlich zu sehen: Die Polizei drängt die Gruppe zusammen, schlägt mit Schlagstöcken zu und setzt Reizgas ein. Ein Freiwilliger schilderte: „Wir wollten nur beten. Die Polizei blockierte uns, drückte uns mit Schilden zusammen und schlug zu. Es gab keinen Widerstand – und trotzdem diese Gewalt. Das ist die Unterdrückungsära der AKP.“

Unter den Hashtags #AdanaEmniyeti und „AdanaEmniyetinden Müdahale“ sowie dem Slogan „AkpDönemi ZulümDönemi“ (AKP-Ära = Unterdrückungsära) rufen Unterstützer die Öffentlichkeit auf. Sie sprechen von unverhältnismäßiger Gewalt, der Behinderung des friedlichen Gebetsrechts und einem neuen Beispiel systematischer Repression durch die AKP-Regierung. „Schande über die Unterdrücker“ lautet eine der häufigsten Botschaften.

Die Furkan-Bewegung, geführt von Alparslan Kuytul, tritt seit Jahren für das Tawhid-Prinzip ein und fordert: „In Allahs Welt soll gelten, was Allah sagt.“ Nach der großen Razzia im August 2026, bei der Kuytul, seine Frau Semra Kuytul und zahlreiche Mitglieder festgenommen wurden, halten die Anhänger den heutigen Einsatz für eine weitere Eskalation der „systematischen Unterdrückung“.

Die Betroffenen fordern die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen und den Schutz ihrer religiösen und verfassungsmäßigen Rechte. „Menschen, die beten wollen, so zu behandeln – ist das rechtens?“ fragen sie. Die Videos und Berichte verbreiten sich rasch, und die Bewegung kündigt an, ihren Widerstand gegen diese „Unterdrückungsära“ fortzusetzen.

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